Essbare Wildpflanzen

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit heimischen Wildkräutern und ihrer Verwendung in der Küche und als Heilpflanzen. In meiner Büchersammlung waren die Bücher über essbare Wildpflanzen nur botanisch dargestellt oder die Verwendung in der Küche oder die Heilwirkung niedergeschrieben. Es machte die Suche nach essbaren Wildpflanzen ein bisschen kompliziert, da ich ständig in mehreren Büchern nachlesen musste.

Doch mit dem Buch Essbare Wildpflanzen, ist es für mich einfacher geworden. Es ist nach Blattart aufgegliedert, besitzt ein kurzes Kapitel zu Verwechselungsgefahren mit giftigen Pflanzen und ist übersichtlich.

Was mir aber als negativer Punkt auffällt, die Schrift ist zu klein und einige der Fotos sind schwer zu erkennen oder nur fachkundige Menschen können aus den Bildern die Pflanze bestimmen.

Ich würde das Buch nur bedingt für Anfänger mit der Thematik Essbare Wildpflanzen empfehlen.

 

 

 

 

Der Meister des Waldes

Zu verstecken weiss er sich. Aber ich bin ihm auf den Fersen. Der Duft nach Vanille, Honig und Heu kündigt mir an hier in der Nähe muss er sein. Und siehe da, mein Glückstag. Vor mir breitet sich ein riesiger von Waldmeister bedeckter Waldboden aus. Nun auf zum Ernten. Ich will so schnell wie nur möglich einen Sirup vom Waldmeister kochen. Dieser schmeckt hervorragend als Beigabe zu Prosecco, Wein oder Wasser. Und nicht zu vergessen für Maibowle. Auch Oma sammelt ihn. Sie trocknet den Waldmeister und gibt ihn in Leinensäckchen, für Ihre Bettwäsche, oder als Raumduft. Naja ich mag den Waldmeister kulinarisch. Ein Highlight ist zu dieser Jahreszeit, Erdbeeren mit Waldmeistersirup mariniert. Ich sag nur Wow. Schön auf dem Balkon oder der Terrasse sitzen und in der Hand eine Schüssel mit marinierten Erdbeeren.  Auch der Gedanke an Waldmeistersorbet oder Eis lässt mir schon wieder das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Vor Jahren habe ich aus dem Wald mir ein paar Waldmeisterpflanzen mit Wurzel heimgenommen und diese im Garten eingepflanzt. Und er ist mittlerweile zu einem grossen duftenden Teppich herangewachsen. An diesem Platz hat Unkraut keine Chance mehr.

Viele meiner Kochkollegen frieren den Waldmeister ein um das Aroma vollends herauszufiltern. Aber ich muss dazu sagen, dass der Sirup mir dann zu sehr nach Gras oder Heu schmeckt. Aber jeder nach seinem Geschmack. Noch ein kleiner Tipp zur Maibowle. Beim zubereiten der Maibowle, einfach die grüne Schale einer halben Salatgurke mit in die Bowle geben. Das ergibt einen extra frische Kick.

Der Waldmeister ist nicht nur kulinarisch eine altbewerte Pflanze auch medizinisch gesehen hat  er eine lange Tradition. Waldmeister wurde im Mittelalter verwendet bei Störungen der Leber und Nieren, Gebärmutterkrämpfe, Nervosität und schlechter Verdauung. Die zermalmten Blätter wurden auf Wunden als Brei aufgetragen, welcher die Entzündung reduziert. Ein Tee von getrockneten Waldmeisterblättern ist ein leichtes Beruhigungsmittel.

 

 

fat, sick and nearly dead eine diät nach Joe Cross

Der Film erzählt auf sehr eindringliche Weise die fatalen gesundheitlichen Folgen von Übergewicht. Der Filmemacher Joe Cross hat sich mit diesem Film wohl selbst ein Denkmal gesetzt. Er ist auch der Protagonist seines Werkes.

Nun aber zum Inhalt des Films: Joe ist fett. Er hat gut 100 Pfund zu viel auf den Rippen. Dazu leidet er an einer seltenen  Autoimmunerkrankung. Deshalb muss er Unmengen von Medikamenten einnehmen, welche ihm jedoch nicht helfen. Im Gegenteil: Die Nebenwirkungen der Pillen lassen ihn umso dicker werden. Als der gute Joe merkt, dass er so nicht weiter kommt, nimmt er die Angelegenheit selbst in die Hand. Er fühlt es ganz genau: Wenn er nicht bald etwas gegen seine Fettsucht unternimmt wird er sterben. Joe hört von einer wunderbaren Kur welche sich „Saftfasten“ nennt. So fliegt er von seiner Heimat Australien nach Amerika. Dort will er sage und schreibe 60 Tage mit dem Saftfasten überstehen. Einen ganzen Monat verbringt Joe in New York, danach unternimmt er einen Trip quer durch die USA. Die ersten Tage sind mörderisch, doch Joe bleibt am Ball. Unterwegs trifft er die Asiatin Siong, welche ständig üble Migräneanfälle bekommt. Joe inspiriert auch sie zum Saftfasten. Die Gute zieht das 17 Tage lang durch und hat nie wieder Migräne. Sie ersetzt ihren Kaffee nun einfach durch Gemüsesaft.

Danach trifft Joe auf Phil Stable. Der ist LKW-Fahrer, fett und hat die gleiche Autoimmunkrankheit wie Joe. Dieser versucht Phil ebenfalls von der Saftkur zu überzeugen, aber Phil ist nicht dazu bereit. Nach 60 Tagen hat Joe es geschafft: Er ist schlank und fühlt sich so gut wie nie. Seine Augen leuchten und er könnte Bäume ausreißen! Jetzt endlich weiß er um die Gefährlichkeit der Fettleibigkeit. Selig fliegt er zurück nach Australien.  Irgendwann bekommt Joe einen Anruf von dem verzweifelten Phil. Dieser weiß, dass er unbedingt etwas für seine Gesundheit tun muss. Aber er hat keinen Halt und auch keine Motivation. Joe fliegt nach Amerika zurück und nimmt Phil unter seine Fittiche. Er bringt Phil weg aus dessen gewohnter Umgebung mit all den ungesunden Essgewohnheiten. An einem idyllischen See, fernab von der ganzen Fast-Food-Kultur, kann Phil tatsächlich die 60 Tage Saftfasten überstehen. Auch er ist nach dieser Zeit nicht wieder zu erkennen. Phil fühlt sich, genau wie Joe, einfach nur phantastisch. Vorbei sind die Depressionen und die Angst vor dem frühen Tod. Beide Männer schwören, sich ihr ganzes Leben lang nur noch gesund zu ernähren. Dass eine gesunde Ernährung auch ein gesundes Lebensgefühl verursacht, beweit Joe Cross hier beeindruckend und unvergesslich. Eine bewusst gesunde Ernährung kann Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall vorbeugen. Man fühlt sich gesund und dadurch auch psychisch vollkommen in Ordnung. Vorbei ist das Gefühl von Schwermut, Frust und Todesangst. Das Lebensgefühl nach einer so erfolgreichen Radikalkur von Joe und Phil drückt sich in Euphorie und Glück aus. Natürlich können beide aber zudem mächtig stolz auf sich sein. Das Selbstwertgefühl rast von 0 auf 100!

Hier im Amazonfenster findet Ihr eine Auswahl von Entsafter. Ich muss dazusagen das ich die Entsafter mit Walze anstatt der Zentrifuge vorziehe. Da bei den Entsafter mit Walze die Nährstoffe, Enzyme und Vitamine erhalten werden. Wobei bei den Zentrifugen diese zum größten Teil herausgeschleudert werden und somit im Abfall landen.

Video

Aufgrund meines Umzuges und der dadurch einhergehende Zeitmangel, hat mich zu der Idee gebracht. Derweil Videolinks über Kräuter auf diese Seite zu stellen. Die Videolinks findet ihr im oberen rechten Kasten der Homepage. Bis dahin wünsch ich euch schöne Tage.

Löwenzahnblütenhonig

Zutaten für 1 Weckglas

   75 g       Löwenzahnblüte

200 g       Bio Zucker

200 ml    Wasser

1/4            Bio Zitrone

1  Prise    Zimt

 

     

Zubereitung

Die Löwenzahnblüten waschen und schleudern. Die Blütenblätter von den Kelchen und den Hüllblättern abziehen. Diese dann mit dem Bio Zucker, Wasser, Zitronensaft, abgeriebene Schale von der Zitrone und dem Zimt für etwa 30 Minuten leicht köcheln lassen.

Nun den Sirup durch ein Sieb giessen. Dabei die Blüten gut ausdrücken. Den Löwenzahnsirup jetzt dick einkochen lassen.

In Gläser füllen und verschliessen.

Dieser Honig  passt sehr gut zu Enten oder auch Kaninchengerichten.

Auf dem Frühstücksbrötchen unschlagbar.

Bärlauchpesto

Zutaten für 1 Weckglas

100 g frische Bärlauchblätter

50 g geschälte Bio Mandeln

150 ml Bio Olivenoel, und Olivenoel um das Glas auzufüllen

25 g Parmesan

1/2 Teeloeffel Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Mandeln in einer Pfanne farblos anroesten und auskühlen lassen. Alle Zutaten sollten gekühlt sein ebenso die Küchenmaschine. Wenn die Zutaten zu warm sind, färbt sich das Pesto in ein unansehnliches braun. Nun die Blätter mit Bio Mandeln, Bio Olivenöl und Parmesan in der Maschine pürieren. Zum Abschluss abschmecken und in das Glas füllen. Das Glas mit dem extra Olivenöl auffüllen und luftdicht verschliessen. So hält sich das Pesto ein paar Monate im Kühlschrank. Nach dem Gebrauch immer wieder mit Oel auffüllen.

Das Pesto passt hervorragend zu Pasta, oder auch zu Fisch.

Ebenso hervorragend für Vegetarische Gerichte

 

Bärlauch, der Frühlingsduft

Die Zeit ist da. Bärlauch. Der Frühlingsbote. Jedes Jahr freue ich mich den wilden Knoblauch in jeder erdenklichen Art zu verarbeiten. Sei es als Pesto, Suppe oder gar auf Brot mit Quark. Einfach gigantisch. Nach Jahren der Abstinenz in den Küchen, hat der Bärlauch sich zurückgekämpft ins Leben der Mitteleuropäer. Ich muss zugeben es war schon etwas seltsam als ich zum Ersten mal Diesen Knoblauchgeruch im Wald, fernab von jeder Küche, in meine Nase bekam. Der Bärlauch wuchs zu meinem erstaunen, dicht an dicht und bildete einen üppigen Teppich mitten im Wald. Seitdem zieht es mich ab März in die Wälder um ihn zu ernten.Roh schmeckt er am allerbesten. Zum trocknen eignet sich der Bärlauch nicht. Um ihn länger geniessen zu koennen empfehle ich ein Pesto. Meine neueste Kreation ist ein Bio Ziegenkaese welchen ich in Bärlauchblätter einwickele und darin reifen lasse. Nicht nur als Gewuerz ist der Bärlauch ein Traum. Er ist ebenso eine Heilpflanze welche Magen, Leber, Galle und Niere reinigt. Er senkt den Cholesterinspiegel, gut bei jeglicher Art von Atemwegserkrankungen. Ebenso hilft Bärlauch bei Durchfallerkrankungen.

Das sagt doch alles, der perfekte Start in den Frühling.

Mein Tipp beim ernten. Für diejenigen, welche Bärlauch ernten moechten. Er kann leicht verwechselt werden mit Maigloeckchen.

Daher die Erkennungsmerkmale.

1. Er wächst im Wald und immer grossflächig

2. duftet nach Knoblauch

3. die Blätter sind an der Unterseite stumpf

4. die Blattränder wellen sich

5. die Blätter wachsen einzeln am Stiel

6. Wenn man unsicher ist, lieber im Bioladen deines Vertrauens kaufen

Entdecke Bio Lebensmittel

Verkanntes Unkraut

Als ich meine Ausbildung zum Koch begann, war mir nicht klar was 16 Jahre spaeter, das Wort “Essen” fuer mich bedeuten wuerde. Eine komplett neue Sichtweise eroeffnete sich im Laufe der Jahre.

Nun sitz ich hier in einer Welt, wo Lebensmittel in Laboren gezuechtet, genetisch veraendert und kuenstlich hergestellt werden. Die Folgen sind schon jetzt unueberschaubar geworden.

Firmen wie Monsanto und Syngenta kontrollieren unsere Lebensmittelrohstoffe. Es wird gesagt, wir sollen uns gesunder ernaehren.

Die Alternativen sind Mais und Soja. Genau das sind die Rohstoffe welche Monsanto und Sygenta im Laufe der letzten Jahre, genetisch so veraendert haben, das die Spaetfolgen nicht abzusehen sind.

Fuer mich als Koch, welcher die letzten Jahre in den Kalifornien verbrachte, und dort die Bewegung der Organic Foodies miterleben und lieben lernen durfte. Hat sich hier in seiner Heimat Deutschland ein Bild der absoluten Unsicherheit breit gemacht. Niemand weiss genau was er isst und woher es kommt. Hier heisst es immernoch zum groessten Teil, Geiz ist Geil. Warum nur? Fuer des Deutschen liebstes “Das Auto” stehen jeden Monat hunderte oder gar tausende von Euros bereit, aber fuer essentielles wie unsere Ernährung wird nicht mal die Hälfte davon ausgegeben.

Ich moechte nun mit diesem Blog mein Wisssen und auch meine Motivation fuer Bio Lebensmittel ausdruecken und hoffe, Kritik, Anregungen und Feedback jeglicher Art von euch zu bekommen.

Ich weiss, es ist ein steiniger Weg, aber dennoch lohnt es sich fuer uns und unsere Kinder, diesen Weg zu gehen. Denn wenn man sich bewusster ernaehrt hat man ein gluecklicheres Leben.

Und zum Schluss habe ich natuerlich auch ein Link zu einem Film, welcher mir in den USA zum Einstieg diente.

http://www.youtube.com/watch?v=u8HFqeAodtI