Pektin selbst gemacht

Bei Marmeladen oder Gelees benutzen die meissten Menschen Gelierzucker. Ich halte es wie zu Omas Zeiten. Zu ihrer Zeit gab es kein Gelierzucker. Um ihre Marmeladen oder Gelees einzudicken, stellte sie ihr Pektin selbst her. Und dies ist sehr einfach. Die einzigen Zutaten die man benötigt sind Äpfel und Wasser.

2 Teile Apfel mit Schale und Kerngehäuse

1 Teil Wasser

 

Zutaten für 500ml Pektin

3 kg        Apfel

1,5 L      Wasser

 

Zubereitung

 

Äpfel mit Schale und Kerngehäuse in Scheiben schneiden. In einen Topf geben und mit dem Wasser auffüllen. Dies zum kochen bringen, und dann für 30 Minuten leicht köcheln. Den Inhalt des Topfes in ein mit Passiertuch ausgelegtes Sieb schütten und 24 Stunden abtropfen lassen. Am nächsten Tag  den abgesiebten Saft in einen Topf füllen und um etwa die die Hälfte einkochen. Der Saft sollte so weit einkochen das er die Konsistenz von Sirup besitzt.

 

Das fertige Pektin kann nun in Gläser abgefüllt werden. Pektin kann auch sehr gut eingefroren werden.

200 g des Sirup benötigt man um 1,25 kg pektinarme Früchte zu binden.

19 Gedanken zu „Pektin selbst gemacht“

  1. Hallo, vielen dank, und wie lange ist das haltbar?
    Im Kühlschrank z.b.
    Gruß, christiane

  2. Hallo Christiane, das Pektingelee kannst du auch einfrieren. Ich empfehle das Pektin für maximal 6 Monate aufzubewahren.

  3. Ich war gerade am Brombeermarmelade kochen…mit Geliermittel aus der Packung 🙁
    Nun weiß ich, wie es besser geht, Äpfel köcheln vor sich hin, der nächste Schub Brombeeren reift am Strauch 🙂

    Danke

  4. Hat jem. schon Erfahrung wie lange dann in etwa die Haltbarkeit der Marmelade ist mit dem selbst hergestelltem Pektin? Für mich interessant da ich vorhabe diese auch kommerziell zu verkaufen 🙂 Richtig ernüchternd wenn man im Supermarkt genau nachsieht was da alles drinnen ist – eine Schande was sich (zumind. in Ö) alles bio schimpfen darf 😉
    Beste Grüße, RolAND

  5. Hallo Roland,
    ich habe aus eigener Erfahrung eine Haltbarkeit von 4 Monaten positiv austesten können. Dabei waren die Gläser perfekt eingekocht und sterilisiert. Aber dies sind meine Richtlinien nur zum privaten Gebrauch. Bei kommerzieller Nutzung, würde ich einen Ernährungswissenschaftler kontaktieren.
    Viel Glück
    LG Manuel

  6. Hallo Manuel,
    habe gestern Apfelpektin nach deinem Rezept hergestellt. Machst Du es ganz ohne Zucker oder mit normalem oder braunem Zucker 1:1? Würde gern Birne mit Waldheidelbeeren kombinieren oder Bananen/ Heidelbeeren, da braucht es wahrscheinlich nicht so viel Zucker. Kochzeit nach Augenmaß, d.h. Gelierprobe?

    Viel Grüße, Amanda

  7. Hallo Amanda,
    ich persönlich gebe je nach Süße der Frucht, Zucker dazu. Aber 1:1 ist definitif zu viel. Bei 1250g Erdbeeren gebe ich 300g unraffinierten Zucker dazu. Braunen Zucker oder Palmzucker kann man natürlich auch nehmen. Der Geschmack verändert sich ganz minimal. Aber die Farbe der Konfitüre ändert sich bei Zugabe von braunen Zucker.
    Bei den von Dir genannten Fruchtkompositionen passt ein brauner Zucker ganz gut und die Farbe wird sich auch nicht negativ verändern. Da Blaubeeren ja sehr dunkel sind.
    Klingt sehr lecker.
    LG
    Manuel

  8. Ich lebe in Bangkok und bin richtig Gluecklich das ich dich gefunden habe. Werde es ausprobieren und mich dann melden. Danke

  9. Hallo, könnte ich auch nur den „Abfall“ vom Saft oder Kompottkochen benutzen? Sprich Kerngehäuse und Schale? Oder unreife Äpfel vom ausdünnen?

  10. Hallo Yvonne,
    dies würde auch funktionieren, aber der Pektingehalt wäre nicht so hoch wie mit dem Fruchtfleisch verkochten Apfel.
    LG
    Manuel

  11. Man kann auch Apfeltrester nehmen, der Pektin-Gehalt ist dann wesentlich höher.

    Gruß Roman

  12. Wieviel Pektinsirup gewinnt man am Ende aus den Ausgangsprodukten bzw. Mengen ? 1-2 L ?
    Danke für die Antwort.

  13. Hallo Manuel, ich bin gerade dabei nach Deinem Rezept Pektin selber herzustellen. Nun frage ich mich, was bedeutet „um etwa die Hälfte einkochen?“ Am nächsten Tag nur die Hälfte des Saftes nochmals auf kochen und mit der anderen kalten Hälfte verrühren und abfüllen? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Gruß Katja

  14. Hallo Manuel, muss nicht mehr antworten, weiß jetzt, dass der gewonnene Saft so lange gekocht werden, bis nur noch die Hälfte da ist. Danke!

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.